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Die Baureihe 41 gehörte zu den späten Entwicklungen im Einheitslokprogramm der DRG. Sie wurde als schnellfahrende Güterzuglokomotive mit 90 Km/h Höchstgeschwindigkeit konzipiert. Verschiedene Lokomotivfabriken reichten Entwürfe für den Bau einer solchen Lokomotive ein. Die Entscheidung fiel am 25. Mai 1934 für den Bau einer Lok nach dem Entwurf der Fa. Schwarzkopff. Eine herausragende Eigenschaft war die einstellbare Kuppelachsfahrmasse auf 18t bzw. 20t, je nach der Beschaffenheit des Gleisunterbaus. Insgesamt wurden 366 Stück dieser Gattung, von fast allen Lokomotivfabriken, gebaut.

Ein großes Problem war der erstmals verwendete Kesselbaustoff St 47 K. Wie sich schon nach kurzer Betriebszeit herausstellte, war dieser Stahl nicht alterungsbeständig und zudem auch noch schweißbrüchig. Dadurch wurde schon 1943 der Bau von Ersatzkesseln notwendig. 103 DB Lokomotiven und 80 DR Lokomotiven erhielten somit neue Hochleistungskessel, bzw. Rekokessel mit Verbrennungskammer.

Der ursprüngliche Kessel hatte einen Durchmesser von 1700mm und enthielt 20 Rauchrohre sowie 85 Heizrohre. Der Abstand zwischen den Rohrwänden betrug 6800mm. Dieser Kesseltyp war identisch mit der Baureihe 03. Bei der Baureihe 41 jedoch wurde der Kessel zu beginn mit 20 bar Betriebsdruck gefahren, wurde jedoch später auf die üblichen 16 bar reduziert.

Zwischen 1957 und 1962 rüstete die DB 102 Lokomotiven mit geschweißten Hochleistungskesseln aus. Weitere 40 Maschinen wurden zudem noch mit Ölhauptfeuerung ausgerüstet, wodurch eine weitere Leistungssteigerung erreicht werden konnte.

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Mit einer Gesamtlänge von 12500mm war der neue Kessel um 50mm länger als der Alte. Außerdem besaß er eine Verbrennungskammer zur Vergrößerung der Strahlungsheizfläche. Dadurch verkürzte sich die Rohrlänge auf 5200mm. Der Langkessel war hinten im unteren Teil konisch ausgeführt und bestand aus zwei Schüssen. Von der Rauchkammer bis zur mittleren Rundnaht betrug der Durchmesser 1750mm, der hintere Schuss hatte vor der Verbrennungskammer einen Durchmesser von 1900mm. Um den neuen Kessel auf dem Rahmen unterbringen zu können, musste der Rauchkammerträger verlängert, und die Pendelblechstützen versetzt werden.

Mit Inkrafttreten des neuen Nummernplanes der DB, am 1. Januar 1968 wurden die kohlegefeuerten Maschinen in die Baureihe 041, und die ölgefeuerten in die Baureihe 042 überführt.

Das endgültige Aus für die DB-Maschinen kam im Sommer 1971.

 

 

 

 

 

Technische Daten unserer 41 073 ( 042 073-7 )

Betriebsnummer 41 073 ( 042 073-7 )
Fabriknummer 14794
Hersteller Borsig Lokomotivwerke Henningsdorf
Tag der Abnahme 04.07.1939
Max. Leistung 1900 PSi
Zul. Höchstgeschwindigkeit 90 Km/h vorwärts/rückwärts
Achsfolge 1’D‘1 h2
Treib-/Kuppelraddurchmesser 1600mm
Vorlaufraddurchmesser 1000mm
Nachlaufraddurchmesser 1250mm
Länge über Puffer 12050mm
Dienstgewicht Lok (ohne Tender) 102t
Dampfüberdruck Kessel 20bar / Neubaukessel 16bar
Zylinderdurchmesser 520mm
Kolbenhub 720mm
Rostfläche 3,87m²
Strahlungsheizfläche 21,22m²
Heizrohrheizfläche 64,04m²
Rauchrohrheizfläche 92,28m²
Überhitzerheizfläche 95,77m²
Wasserinhalt kalter Kessel (NW) 10,25m³
Tenderbauart 2‘2’T34
Gewicht des Tenders inkl. Vorräten 74,2t
Wasservorrat 34m³
Ölvorrat 13m³